Hallo alle,
ich überlege, der Firebird Foundation vorzuschlagen, Firebird von github zu Codeberg umzuziehen:
https://codeberg.org/
https://de.wikipedia.org/wiki/Codeberg
Natürlich ist es die Entscheidung der Foundation und der Entwickler, wollte aber dennoch mal ein Stimmungsbild einholen. Was denkt ihr?
Firebird von github nach Codeberg umziehen
Moderator: martin.koeditz
Mein bescheidenes dafür wäre hiermit gegeben.vr2 hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 21:52 ...
Natürlich ist es die Entscheidung der Foundation und der Entwickler, wollte aber dennoch mal ein Stimmungsbild einholen. Was denkt ihr? ...
"codeberg" kannte ich bisher gar nicht
(Habe vor kurzem einen Account auf GitHub eröffnet. Mehr zum Gefallen. Das hat aber einen temporären Grund. Wenn er wegfällt und ich habe erneut Bedarf, dann würde ich codeberg bevorzugen.
Und ja, ich würde es begrüßen, wenn Firebird nach dorthin umziehen würde - früher oder später!)
Es soll aber auch klar gesagt sein: Firebird hole ich mir von der Firebird-Download-Seite.
Zu Firebird beitragen kann ich weder auf GitHub noch könnte ich es auf codeberg - leider.
Viele Grüße
Gerd
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Linux Mint 21.3 Cinnamon 6.0.4
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- martin.koeditz
- Beiträge: 549
- Registriert: Sa 31. Mär 2018, 14:35
Habe nun länger hierüber nachgedacht.
Aus Sicht "Datenschutz" könnte dies Sinn ergeben. Dies ist jedoch ein internationales / globales Projekt. Von daher interessiert hier EU-Recht nur am Rande.
Eventuell wäre es auch sinnvoll aus der MS-Domäne herauszukommen. Github gehört ja mittlerweile dazu.
Dann kommt es natürlich darauf an, welche Features auf Github genutzt werden (Automatisierungen, CI, Deployment, etc.). Davon hängt natürlich einiges ab.
Wenn es hier keine großen Abhängigkeiten gibt und nur um die Code-Versionierung geht, wäre das in jedem Falle eine Alternative.
Ich selbst habe mir aber einen Account dort angelegt.
Viele Grüße
Martin
Aus Sicht "Datenschutz" könnte dies Sinn ergeben. Dies ist jedoch ein internationales / globales Projekt. Von daher interessiert hier EU-Recht nur am Rande.
Eventuell wäre es auch sinnvoll aus der MS-Domäne herauszukommen. Github gehört ja mittlerweile dazu.
Dann kommt es natürlich darauf an, welche Features auf Github genutzt werden (Automatisierungen, CI, Deployment, etc.). Davon hängt natürlich einiges ab.
Wenn es hier keine großen Abhängigkeiten gibt und nur um die Code-Versionierung geht, wäre das in jedem Falle eine Alternative.
Ich selbst habe mir aber einen Account dort angelegt.
Viele Grüße
Martin
Martin Köditz
SynDesk SW GmbH
SynDesk SW GmbH
So wie ich das verstehe, verpflichtet sich Codeberg dem OpenSource.
Bei GiT ist das nicht der Fall, da kann ich auch andere Projekte hosten.
Wobei ich bei Firmenprojekten auf einen OnPrem-Gitserver setze.
Bei GiT ist das nicht der Fall, da kann ich auch andere Projekte hosten.
Wobei ich bei Firmenprojekten auf einen OnPrem-Gitserver setze.
Habe mit Alex, dem aktuellen Präsidenten der Foundation, einige Mails ausgetauscht zum Thema. Hier seine Antwort:
Das Firebird Team ist derzeit angewiesen auf den CI-Mechanismen (automatisiertes Testen und Building) über github actions. Um das woanders umzusetzen (= selbst zu bauen/maintainen) bräuchten sie zusätzlich 3K EUR / Jahr. Außerdem gibt es bisher keinen dedizierten Maintainer fürs CI, sondern die Firebird core devs machen das auch noch selbst.
Einer der Codeberg-Admins hat vor einer Weile folgendes gepostet https://codeberg.org/actions/meta/issues/54, Darin bietet er Unterstützung bei CI an, mit der Absicht, große Projekte von dieser Arbeit zu entlasten. Alex wollte Mark Rotteveel bitten, dieses Angebot mit den Codeberg-Leuten zu besprechen. Wenn da etwas ginge, wäre das natürlich die beste Lösung.
Ansonsten wirken 3K/Jahr nicht viel, aber wie bei allen not-for-profit-Projekten sind zusätzliche Ausgaben immer eine Belastung, es gibt ja noch weitere Bereiche, die finanziert werden müssten, aber wegen begrenzter Mittel nicht können.
Das Firebird Team ist derzeit angewiesen auf den CI-Mechanismen (automatisiertes Testen und Building) über github actions. Um das woanders umzusetzen (= selbst zu bauen/maintainen) bräuchten sie zusätzlich 3K EUR / Jahr. Außerdem gibt es bisher keinen dedizierten Maintainer fürs CI, sondern die Firebird core devs machen das auch noch selbst.
Einer der Codeberg-Admins hat vor einer Weile folgendes gepostet https://codeberg.org/actions/meta/issues/54, Darin bietet er Unterstützung bei CI an, mit der Absicht, große Projekte von dieser Arbeit zu entlasten. Alex wollte Mark Rotteveel bitten, dieses Angebot mit den Codeberg-Leuten zu besprechen. Wenn da etwas ginge, wäre das natürlich die beste Lösung.
Ansonsten wirken 3K/Jahr nicht viel, aber wie bei allen not-for-profit-Projekten sind zusätzliche Ausgaben immer eine Belastung, es gibt ja noch weitere Bereiche, die finanziert werden müssten, aber wegen begrenzter Mittel nicht können.
Was wäre der Vorteil eines internationalen Projektes auf eine deutsche Seite umzuziehen?
Außer dem Plattformwechsel, viele User, die zusätzliche Accounts dann bei Codeberg brauchen.
Nur weil etwas neu ist, ist es nicht automtisch besser
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Außer dem Plattformwechsel, viele User, die zusätzliche Accounts dann bei Codeberg brauchen.
Nur weil etwas neu ist, ist es nicht automtisch besser
Mindestens 4 Gründe:bfuerchau hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 10:05 Was wäre der Vorteil eines internationalen Projektes auf eine deutsche Seite umzuziehen?
1. Firebird ist ein freies offenes SW-Projekt, das über die Firebird Foundation absichtlich so konstruiert ist, dass es nicht käuflich ist, das garantiert seine Unabhängigkeit und damit Handlungsfähigkeit. Wir haben am Beispiel MySQL gesehen, wie Oracle es übernommen und die leidige Konkurrenz erstmal stillgelegt hat. Erst als es dann den Fork MariaDB gab, wurde auch MySQL wieder weiterentwickelt. Durch die Verwendung von kritischer Infrastruktur zur Projektverwaltung wie Microsofts github oder Googles Diskussionsforen macht sich Firebird angreifbar. Unterstützt zumindest Konzerne, die entgegengesetzte Ziele verfolgen.
2. Europa ist eine digitale Kolonie der USA. Die Abhängigkeiten sind massiv, bestehen auf allen Ebenen und gehören beseitigt. Es ist nicht so, dass wir hier nicht ebenso gut oder besser git hosten können, oder andere Dienste auf die Beine stellen, und ohne all die faulen Kompromisse. Es geht darum, die Alternativen zu den US-Monopolisten zu unterstützen. Das betrifft nicht nur Europa, auch Südamerika mit seiner großen Firebird-Community würde davon profitieren. Im Grunde der Rest der Welt, denn aus Sicht der US-Regierung, die die Bedingungen für US-Konzerne vorgibt, sind alle Einwohner anderer Staaten Bürger maximal zweiter Klasse.
3. Europäisches Recht gilt de facto nicht für US-Konzerne, u.a. wegen dem CLOUD-Act. Also auch Deine Rechte gelten da nicht. Wir beobachten außerdem bereits eine ganze Weile, wie US-IT benutzt wurde, und sich benutzen ließ, um Aktivitäten im Ausland auszubremsen, wenn es der US-Regierung wichtig war. Die Unterstützung für Wikileaks über ein Konto des ccc wurde über US-Zahlungsdienstleister für Kreditkarten plus Paypal (also alle relevanten) blockiert, Rossmann wurde über Paypal drangsaliert, weil sie kubanische Zigarren verkauften, in jüngster Zeit die Sabotageaktionen gegen Angehörige des IStG in Den Haag sowie das Exportverbot für Anthropics Sicherheitslückensucher-KI. Das kann die US-Regierung gerne so machen, nur sollte das dann eben Konsequenzen haben.
4. Die Ausrichtung von Codeberg https://docs.codeberg.org/getting-start ... rg-e.v.%3F und die von Firebird passen wesentlich besser zusammen als die von Firebird und Microsoft. Codeberg garantiert ausdrücklich, dass sie die Daten der Nutzer nicht weiterwenden/weiterverkaufen. Wenn ich bei Firebird ein Ticket aufmache oder in den Diskussionsforen poste, will ich nicht, dass Google oder Microsoft mit diesem Input ihre KIs füttern oder ihn weiterverkaufen, damit andere ihre KIs damit trainieren. Ich habe kein Interesse, die Quasi-Monopolisten beim Aufbau weiterer Monopole noch weiter zu unterstützen. Das kann ich aber gar nicht verhindern, solange die Infrastruktur dort gehostet ist. Bein einem git-hoster wie Codeberg hätten sowohl Entwickler als auch Nutzer das Problem nicht mehr. Und ein Setup, das wieder dem Grundgedanken des Internet entspricht und nicht dem privatisierten antidemokratischen Abklatsch davon, den wir seit geraumer Zeit ertragen.
Wenn das das einzige Problem istAußer dem Plattformwechsel, viele User, die zusätzliche Accounts dann bei Codeberg brauchen.
Codeberg gibt es seit 8 Jahren. Das ist überhaupt nicht der Punkt.Nur weil etwas neu ist, ist es nicht automtisch besser.